Kinderpullunder stricken

Einen Kinderpullunder stricken ist recht einfach. Ein Pullunder für Kinder ist immer dann ein ideales Kleidungsstück, wenn man einen extra Schutz gegen Kühle haben möchte. Je nachdem, aus welchem Material der Kinderpullunder gestrickt wird, kann er entweder im Frühjahr und Herbst über einem Hemd getragen werden oder im Sommer an kühlen Tagen über einem T-Shirt. Wer einen Kinderpullunder stricken möchte, sollte sich überlegen, ob er einen farbigen Pullunder oder ein Strickstück mit Muster stricken möchte. Entsprechend sollte man sich dann für die Arbeitstechnik entscheiden. Wenn man einen Musterpullunder für ein Kind stricken will, sollte man sich zum Beispiel überlegen, ob man auch beim Runden stricken den Überblick über ein Zopfmuster behalten kann. Oft empfiehlt es sich dann, den Pullunder lieber in Reihen zu stricken und Vorder- und Rückenteil getrennt zu arbeiten.

 

Farbwechsel bei Kinderpullundern

Wenn man sich entschließt, einen Kinderpullunder zu stricken, der aus mehreren Farben besteht, empfiehlt es sich, den Pullunder nicht in Reihen, sondern in Runden zu stricken. Auf diese Weise sind die durch den Farbwechsel entstehenden Fäden überschaubar und man hat am Ende weniger Arbeit mit dem Vernähen der Fäden. Bei einem Kinderpullunder in mehreren Farben sollte man sich am Besten nach den Lieblingsfarben des Kindes richten. Ein Pullunder, der dem Kind nicht gefällt, wird nicht angezogen – je mehr Lieblingsfarben der Pullunder aufweist, umso begeisterter wird das Kind den Pullunder später tragen. Die Streifenfolge ist in den meisten Strickanleitungen genau angegeben und sollte auch genauso eingehalten werden. Eine sehr einfache Streifenfolge, die nicht viel Aufwand macht und auch für einen selbst designten Kinderpullunder ohne Strickanleitung leicht durchgeführt werden kann, ist ein Wechsel zwischen zwei Farben nach jeder 2. Reihe. Auf diese Weise findet der Farbwechsel automatisch immer am Reihenanfang statt und zum anderen entsteht ein sehr netter „Ringelpullunder“, der trotzdem sehr modern ist. Bei einem Farbwechsel, egal ob am Reihenende oder in der Mitte der Reihe, ist darauf zu achten, dass die Wollfäden vernünftig miteinander gekreuzt werden. Zwar kann man auch am Reihenende die beiden Fäden verknoten und abschneiden, doch es ist um einiges sparsamer, einen Faden immer mitlaufen zu lassen, vor allem, wenn es sich um häufige Farbwechsel handelt. Wird der Farbwechsel für farbige Flächen notwendig, so ist es ratsam, mit mehreren Knäulen zu stricken und die Farben entsprechend miteinander zu kreuzen.

 

Materialien und Größen

Während ein Pullunder für ein Mädchen gern verspielt sein darf und auch Effektgarne enthalten kann, sollte man einen Pullunder für einen Jungen so einfach wie möglich halten. Vor allem für Jungs sind Baumwollgarne besonders gut geeignet, denn zum einen werden die Strickstücke robuster, da Baumwolle sehr reißfest ist, zum anderen lässt sich Baumwolle in der Regel bei einer höheren Temperatur in der Waschmaschine waschen. Für einen Kinderpullover eignen sich generell keine Materialien, die nur per Hand gewaschen werden dürfen. Bei der Anzahl der Maschen ist darauf zu achten, dass das Kind in dem Pullunder genügend Bewegungsfreiheit hat. Wer also einen Kinderpullunder stricken möchte, sollte darauf achten, dass man den Pullunder nach Möglichkeit eine Nummer größer strickt, als die Konfektionsgröße des Kindes beträgt. Dies hat zudem den Vorteil, dass der Pullover wahrscheinlich auch ein Jahr länger getragen werden kann. Wenn man sich für ein bestimmtes Modell entscheidet, sollte man sich die Option des Verlängerns offen halten. Es ist daher sinnvoll, ein Modell zu wählen, dass man problemlos verlängern kann, ohne dass die Optik oder das Muster darunter leiden.

 

Der V-Ausschnitt bei Kinderpullundern

Ganz wichtig ist, dass ein Pullunder mit einem Bündchen und einem ausreichenden Halsausschnitt versehen ist. Daher empfiehlt es sich, für Kinder einen Pullunder mit V-Ausschnitt zu stricken. Wer sich dafür entscheidet, einen Pullunder mit regelmäßigem Farbwechsel zu stricken, sollte in der Lage sein, mit zwei Farben gleichzeitig zu stricken, da bei einigen Mustern der zweite Faden hinter der Arbeit mitlaufen muss. Beim Bündchen, sowohl für den Körper als auch für den Hals- und Armausschnitt, ist darauf zu achten, dass man eine Nadelstärke wählt, die eine Nummer kleiner ist, als die, mit der der Pullunder selbst gestrickt wird. Wer also einen Pullunder in Nadelstärke 3,5 strickt, sollte das Bündchen mit einer Nadel der Stärke 3 erstellen. Auf diese Weise erhält der Pullunder automatisch eine gute Passform.

 

Einfache Form eines Kinderpullunders

Für die Form eines Kinderpullunders sollte man auf eine einfache Kastenform ohne Armausschnitte zurückgreifen, denn diese Form bietet ausreichend Bewegungsfreiheit. Außerdem sollte man die Strickstücke immer wieder anhalten, damit man weiß, ob man eventuell bei der Länge oder der Breite etwas zugeben muss. Vor allem, wenn man einen Kinderpullunder in Runden strickt, sollte man das Strickstück gelegentlich anprobieren lassen, um zu wissen, ob der Pullunder weit genug wird. Auch die Arbeiten am oberen Rückenteil fallen weg, wenn man den Pullunder in Runden strickt. Allerdings muss man beim Runden stricken bei den oberen Vorderteilen darauf achten, dass man zum Beispiel den V-Ausschnitt korrekt arbeitet. Hier muss man dann vom Runden stricken in das Reihenstricken umschwenken. Bei einem Pullunder, der in Runden gestrickt wurde, müssen am Ende nur die Schulternähte geschlossen und die Fäden vernäht werden. Strickt man in Reihen, so beginnt man wie gewohnt mit dem Rückenteil, strickt dann das Vorderteil, schließt erst die Schulter-, dann die Seitennähte. Am Ende sollte man den Halsausschnitt in jedem Fall mit einem ca. 2 cm breiten Bündchen im Bündchenmuster stricken und dabei auch die Armausschnitte berücksichtigen.