Socken mit Lochmuster stricken

Socken mit Lochmuster stricken ist für die meisten Strickerinnen ein goßer Traum, der auf den ersten Blick unerreichbar scheint. Viel zu kompliziert sieht das Muster aus und manche Strickerin hat sowieso einen goßen Respekt davor, mit einem Nadelspiel zu stricken. Sicher ist Socken mit Lochmuster stricken nicht so einfach, wie das generelle Stricken von Socken. Doch mit etwas Übung und Konzentration ist auch eine solche Strickarbeit leicht zu erstellen.

Der Anfang des Sockens

Man beginnt, wie generell bei der Socke, mit dem Bein. Hier werden, entsprechend der Anleitung, die Maschen auf vier der fünf Nadeln des Nadelspiels aufgenommen. Für eine Socke der Göße 38 benötigt man beispielsweise ca. 100 g dünne Sockenwolle und ca. 60 Maschen, es werden also auf jeder Nadel 15 Maschen aufgenommen. Wie auch bei einer normalen Socke wird auch hier wieder in Runden gestrickt. Man muss bei einer Socke mit Lochmuster sehr gut zählen können, es empfiehlt sich, einen Orientierungsfaden in einer konträren Farbe zwischen der 4. und 1. Nadel mitlaufen zu lassen, um nicht den Überblick zu verlieren. Wichtig ist, dass man das Lochmuster nicht sofort in der ersten Runde beginnt, sondern mindestens 6 Runden als Bündchen oder glatt rechts arbeitet. Durch das Lochmuster wird der Socken weiter, die ersten 6 – 8 Runden sind daher für den Sitz am Bein sehr wichtig.

 

Mögliches Lochmuster für eine Socke

Wer ein Lockmuster erstellen will, kann zum Beispiel folgendes Muster im Bein und auf der Oberseite des Sockens ausführen. Die erste Reihe wird wie folgt gestrickt: 1 Masche rechts, einen Umschlag, eine Masche abheben, 1 Masche rechts und die abgehobene Masche über die rechts gestrickte Masche überziehen, eine Masche rechts. Diese Maschenfolge wird bis zum Ende der Runde stets wiederholt. In der zweiten Runde werden alle Maschen, auch die Umschläge rechts gestrickt. In der 3. Runde wird eine Masche rechts gestrickt, 2 Maschen werden rechts zusammengestrickt, man sticht hier in zwei Maschen ein, strickt sie als eine Masche rechts zusammen, ein Umschlag, eine Masche rechts. Auch diese Maschenfolge wird bis zum Ende der Runde immer wieder wiederholt. In der 4. Runde werden dann wieder alle Maschen rechts gestrickt. Diese Maschenfolge von der 1. – 4. Runde wird nun immer wiederholt und auch für die Oberseite des Fußes aufrecht erhalten.

 

Das Stricken der Ferse ist kinderleicht

Der Fersenlappen wird auf der 4. Nadel gearbeitet, indem man die Maschen der 1. Nadel hinzunimmt. Der Fersenlappen wird glatt rechts gestrickt, sodass man dann die Maschen glatt rechts abgestrickt. Die anderen Nadeln werden nun erst einmal nicht weiter bearbeitet, es wird nur noch die Nadel für den Fersenlappen gestrickt. Die Länge der Ferse ergibt sich aus der Schuhgöße, bei einer Socke in Göße 38 sollte man für die Ferse ca. 28 Runden glatt rechts stricken. An diese Ferse schließt sich das Käppchen an, das mit sogenannten „verkürzten Maschen“ gearbeitet wird. Hierzu werden die Maschen gedrittelt, bei einer Maschenanzahl von 30 sind dies 3 x 10 Maschen. Die mittleren 10 Maschen bleiben erhalten, die 10 Maschen links und rechts davon werden im Laufe der folgenden Reihen zusammengestrickt, bis alle Maschen verarbeitet sind und nur noch 10 Maschen auf der Nadel sind. Um die Maschen wieder in die gesamte Strickarbeit zu integieren, wird aus beiden Seiten aus der Randmasche eine Masche aufgenommen. Die weitere Arbeit wird dann wieder mit allen Nadeln des Nadelspiels gearbeitet. Hierzu wird die eine Hälfte der Maschen gestrickt und danach die zuvor aufgenommene Masche rechts verschränkt gestrickt. Die nächsten beiden Nadeln werden komplett mit rechten Maschen gestickt. Die Maschen der 4. Nadel werden rechtsverschränkt gestrickt und anschließend die auf der 1. Masche vorhandene 2. Hälfte des Käppchens rechts gestrickt. Im Folgenden ist nun wichtig, dass man eine Nadel ausschließlich glatt rechts strickt, denn auf der Unterseite der Socken soll ja kein Lochmuster entstehen.

 

Auch der Zwickel lässt sich leicht erstellen

Als Nächstes muss nun der Zwickel erstellt werden. Hierzu werden alle Maschen der ersten Nadel rechts gestrickt, die letzten beiden Maschen müssen jedoch zusammengestrickt werden. Die folgenden beiden Nadeln werden dann wieder im Lochmuster gestrickt. Bei der 4. Nadel wird die erste Masche abgehoben, die zweite Masche gestrickt und die 1. Masche über die 2. Masche übergezogen; alle anderen Maschen dieser Nadel werden glatt rechts gestrickt. In der folgenden Runde werden alle Maschen rechtsgestrickt. In der darauffolgenden und allen graden Runden werden die Maschen wieder wie in der zweiten Runde, in allen ungeraden Runden wie in der 3. Runde behandelt. Der Zwickel ist nach der 13. Runde fertiggestellt.

 

Der Fuß und die Arbeit an der Spitze

Nachdem der Zwickel erstellt wurde, wird nach folgendem Schema weitergearbeitet: Die Nadel, auf der sich das Käppchen und der Zwickel befinden, wird als Unterseite des Sockens im Folgenden ausschließlich glatt rechts gearbeitet, alle anderen Nadeln werden bis zum Schluss mit Lochmuster versehen. Am Ende muss man dann noch die Schlussabnahme für die Spitze durchführen. Hierzu werden jeweils die letze Masche einer Nadel und die erste Masche der folgenden Nadel zusammengestrickt; so lange, bis man die Spitze fertig gearbeitet hat, also pro Nadel nur noch eine Masche auf der Nadel ist. Diese Maschen werden dann auf eine Nadel genommen und abgekettet, die letzte Masche wird vom Rest des Strickfadens durchzogen und festgezogen, der Faden wird vernäht. Auf diese Weise kann man sehr schnell und ohne viel Aufwand eine schöne Socke mit Lochmuster stricken.