Strickmaschine Ratgeber

Wahrscheinlich wirst Du an Wolle und Stricknadeln denken, wenn vom Stricken die Rede ist. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, um Pullover, Schals, Socken und andere Strickarbeiten anzufertigen: das Stricken mit der Strickmaschine. Was Du über Strickmaschinen wissen solltest, haben wir im folgenden Ratgeber für Dich zusammengestellt.

Wie arbeitet eine Strickmaschine?

Wenn Du von Hand strickst, arbeitest Du mit zwei Stricknadeln. Deine Maschen strickst Du Reihe für Reihe oder Runde für Runde von der linken Nadel auf die rechte Nadel ab. Eine Strickmaschine arbeitet ebenfalls mit Nadeln. Allerdings sind es nicht nur zwei Stricknadeln, sondern je nach Maschinentyp zwischen 160 und 240 Stück. Diese Nadeln sind auf einem Nadelbett angeordnet. Das Nadelbett wiederum umfasst mehrere Schienen. Dadurch ist es möglich, einzelne Nadeln auszutauschen, falls sie beschädigt sein sollten. Jede der Nadeln hält eine Masche. Beim Stricken schiebst Du den sogenannten Strickschlitten gleichmäßig hin- und zurück. In den Strickschlitten, der auch als Strickschloss bezeichnet wird, ist Dein Arbeitsfaden eingefädelt. Wenn Du den Schrittschlitten bewegst, legt sich der Arbeitsfaden in die Haken der Nadeln. Dabei wird der Arbeitsfaden durch die Maschen auf den einzelnen Nadeln gezogen und neue Maschen entstehen. Die Maschen der Vorreihe werden anschließend über die neuen Maschen gezogen und gleiten von den Nadeln. Über den Nadelhaken befinden sich die sogenannten Zungen. Sie schließen sich, sobald die Nadelhaken den Arbeitsfaden aufgenommen haben. Dadurch verhindern die Zungen, dass die neuen Maschen zusammen mit den Maschen der Vorreihe von den Nadeln gleiten.

 

Welche Vorteile bietet das Maschinenstricken gegenüber dem Handstricken?

Strickmaschine NahaufnahmeZunächst einmal solltest Du das Maschinenstricken nicht unbedingt als Alternative oder Gegenstück zum Handstricken verstehen. Das Maschinenstricken ist nämlich eine Technik für sich und hat mit dem Stricken von Hand wenig zu tun. Aus diesem Grund spielt es letztlich auch keine Rolle, ob und wie gut Du von Hand stricken kannst. Du kannst das Maschinenstricken also auch dann lernen, wenn Du noch nie Stricknadeln in Deinen Händen hattest. Vergleichst Du das Maschinenstricken trotzdem mit dem Handstricken, so ist der entscheidende Vorteil vom Maschinenstricken, dass es viel schneller geht. Mithilfe der Strickmaschine kannst Du innerhalb kurzer Zeit sehr große Strickstücke anfertigen. Dadurch kannst Du dann auch ein wenig herumexperimentieren. So kannst Du verschiedene Muster ausprobieren und die Arbeit einfach wieder auftrennen, wenn Dir das jeweilige Muster nicht gefällt. Gleiches gilt für eine Arbeit, die zu groß oder zu klein geworden ist. Mit der Strickmaschine ist sie ruckzuck neu gestrickt, während es von Hand durchaus eine Weile dauern kann. Ein weiterer Pluspunkt der Strickmaschine ist, dass sie Dir viel Arbeit abnimmt. Strickst Du von Hand, musst Du die jeweilige Anleitung einhalten und darauf achten, beispielsweise Zu- und Abnahmen an den richtigen Stellen zu machen. Zudem musst Du aufpassen, dass Dir keine Maschen von den Nadeln rutschen und Dein Strickbild schon gleichmäßig wird. Arbeitest Du mit einem Strickmuster, musst Du die Maschen und Reihen mitunter die ganze Zeit über mitzählen. Bei der Strickmaschine musst Du im Prinzip nur das Muster richtig einstellen und den Ablauf Deiner Strickgarne im Auge behalten. Alles andere erledigt die Strickmaschine für Dich. Und dabei strickt eine Strickmaschine in aller Regel fehlerfrei. Nicht zuletzt ermöglicht Dir eine Strickmaschine, Deine eigenen Ideen zu realisieren. So kannst Du Dir schöne Muster ausdenken, Motive ausarbeiten oder Kleidungsstücke entwerfen, die von Hand schwierig und aufwändig zu stricken wären. Wenn Du möchtest, kannst Du mit Deiner Strickmaschine sogar eine Art Stoff stricken, den Du anschließend zuschneiden und nähen kannst. Dieses Verfahren nennt sich „Cut and Sew“.

Allerdings solltest Du das Arbeiten mit der Strickmaschine nicht unterschätzen. Maschinenstricken heißt nicht, dass Du nur ein bisschen Garn nimmst, auf ein paar Knöpfe drückst und ein paar Minuten später Dein fertiges Strickstück in den Händen hältst. Auch mit der Strickmaschine musst Du Reihe für Reihe fertig stellen, auch wenn Du dafür nur den Strickschlitten hin- und herschieben musst und eine Reihe sehr schnell fertig ist. Zudem kommst Du auch beim Maschinenstricken nicht darum herum, Maschen anzuschlagen, zuzunehmen, abzunehmen und abzuketten, wenn Du Strickarbeiten in einer bestimmten Form anfertigen willst. Und nicht zuletzt musst Du Dich mit der Technik vertraut machen und den Umgang mit Deiner Strickmaschine lernen und üben.

Und wie es aussieht, wenn Du Deine Strickmaschine für einen Einsatz vorbereitest, kannst Du Dir hier anschauen:

 

Welche Arten von Strickmaschinen gibt es? Und was sind die Unterschiede?

 Arten von StrickmaschinenStrickmaschinen für den Heimgebrauch gibt es seit den 1950er-Jahren und seitdem sind unzählige Modelle auf den Markt gekommen. Dementsprechend groß ist die Auswahl. Wenn Du Dich für eine Strickmaschine interessierst, solltest Du Dir deshalb zunächst einmal überlegen, wie und wofür Du Deine Strickmaschine nutzen willst. Wenn Du nur gelegentlich mit Deiner Maschine arbeiten und eher einfache Strickarbeiten ohne aufwändige Muster anfertigen willst, brauchst Du kein High-Tech-Gerät mit allerlei Funktionen. Wenn Du hingegen sehr oft mit der Maschine stricken und auch ausgefallene Muster und Formen umsetzen willst, brauchst Du eine Maschine, die etwas mehr kann. Nicht zuletzt spielt es natürlich auch eine Rolle, wie viel Geld Du für Deine Strickmaschine ausgeben möchtest. Aber was für Strickmaschinen gibt es überhaupt und worin unterscheiden sie sich? Grundsätzlich lassen sich Strickmaschinen in zwei Gruppen einteilen, wobei es innerhalb dieser Hauptgruppen noch einmal zahlreiche Untergruppen gibt:

 

1. Einbettgeräte. Wie der Name schon andeutet, hat eine Strickmaschine aus der Gruppe der Einbettgeräte ein Nadelbett. Eine andere Bezeichnung für diese Art von Strickmaschinen lautet Flachstrickmaschine. Eine solche Strickmaschine strickt als Grundmuster glatt rechts, außerdem kann sie Zopfmuster, Norwegermuster und Fangmuster stricken. Strickmuster, bei denen sich rechte und linke Maschen abwechseln und auch Patentmuster kann ein Einbettgerät nicht stricken. Einfache Einbettgeräte gibt es ab etwa 200 Euro. Bei Strickmustern musst Du einer solchen Strickmaschine aber oft helfen und in weiten Teilen manuell mitarbeiten. Deshalb wird das Maschenbild zwar schön gleichmäßig, das Stricken selbst kann aber letztlich genauso lange dauern, wie wenn Du gleich von Hand gestrickt hättest. Ein einfaches Einbettgerät eignet sich somit in erster Linie dann, wenn Du hauptsächlich größere Strickarbeiten in glatt rechts anfertigen und alles andere von Hand erledigen willst.

Die nächste Kategorie sind halbautomatische Einbettgeräte mit Lochkarten. Auf einer solchen Strickmaschine kannst Du leichter verschiedenste Muster stricken als mit einem einfachen Einbettgerät. Dies gilt vor allem dann, wenn die Strickmaschine zusätzlich mit einer Drucktastenautomatik ausgestattet ist. Um verschiedene Muster zu stricken, musst Du aber die Bedienungselemente jedes Mal entsprechend einstellen. Preislich beginnen diese Strickmaschinen bei rund 300 Euro.

Mit einer vollautomatischen Einbettstrickmaschine mit Lochkarte kannst Du Norweger-, Fang-, Web-, Loch- und viele andere Strickmuster umsetzen. Außerdem kannst Du die Maschine Motive und Musterstreifen an der Stelle einstricken lassen, an der Du sie gerne hättest. Die Häufigkeit, mit der Du die Bedienungsknöpfe dabei betätigen musst, hält sich sehr in Grenzen. Teilweise kannst Du mit einer solchen Strickmaschine auch plattieren. Beim Plattieren strickst Du doppelseitig. Wenn Du dafür Garn in zwei Farben wählst, bekommt die Vorderseite Deiner Strickarbeit eine andere Farbe wie die Rückseite. Eine elektronisch gesteuerte Strickmaschine kann alle Muster stricken, die auf einer Lochkarte angelegt werden können. Zudem kannst Du die Strickmuster beliebig variieren, indem Du sie beispielsweise spiegelst oder verlängerst. Bei einigen Geräten reicht es sogar aus, wenn Du Dein gewünschtes Muster auf eine Folie aufzeichnest. Ein Sensor in der Strickmaschine fährt Deine Zeichnung dann ab und setzt sie in ein Strickmuster um. Allerdings sind solche Strickmaschinen nicht ganz billig. So liegen die Preise von vollautomatischen und elektrisch gesteuerten Strickmaschinen im vierstelligen Bereich.

2. Doppelbettgeräte. Ein Doppelbettgerät ist mit zwei Nadelbetten ausgestattet. Dadurch kann eine solche Strickmaschine nicht nur glatt rechts, sondern auch glatt links und alle Muster aus rechten und linken Maschen stricken. Zudem kann ein Doppelgerät halbrunde und schlauchförmige Strickarbeiten anfertigen. Für Doppelbettstrickmaschinen ist auch die Bezeichnung Rundstrickmaschine gebräuchlich. Ein kleiner Minuspunkt bei diesen vielseitigen Multitalenten ist, dass das vordere Nadelbett das Strickstück verdeckt. Für Dich wird es deshalb schwieriger, Dein Strickwerk zu kontrollieren und die Fortschritte im Auge zu behalten. Doppelbettstrickmaschinen gibt es mit und ohne Automatik für Lochkartenmuster. Je nach Ausstattung bewegen sich Doppelbettgeräte in unterschiedlichen Preisklassen. Insgesamt sind sie jedoch teurer als Einbettgeräte.

Übrigens: Wenn Du bereits eine Einbettstrickmaschine hast, kannst Du sie um eine Doppelbettergänzung erweitern. Durch die Doppelbettergänzung verfügt Deine Strickmaschine dann über die gleichen Funktionen wie ein Doppelbettgerät.

 

Was bedeuten die Begriffe Grob-, Mittel- und Feinstricker?

FeinstrickerNicht jede Strickmaschine kann jedes Garn verarbeiten. Je nachdem, für welche Garnstärke eine Strickmaschine ausgelegt ist, wird zwischen einem Grob-, einem Mittel- und einem Feinstricker unterschieden. Von dem Typ hängt dann wiederum ab, wie viele Nadeln vorhanden und wie groß die Abstände zwischen den Nadeln sind. Bei einem Grobstricker liegen die Nadeln beispielsweise 9mm auseinander. Gleichzeitig hat er weniger Nadeln als ein Mittel- oder ein Feinstricker. Für Anfänger ist ein Grobstricker deshalb meist die beste Wahl. Durch die geringere Nadelanzahl ist die Maschine einfach übersichtlicher und es lässt sich besser nachvollziehen, ob alle Maschen richtig gestrickt wurden. Zudem sind Grobstricknadeln deutlich robuster als die Nadeln von Mittel- und Feinstrickern. Grobstricker sind üblicherweise Einbettstrickmaschinen, können aber um eine Doppelergänzung erweitert werden.

Nun wirst Du Dich aber vielleicht fragen, warum der Grobstricker eigentlich so heißt. Der Name erklärt sich damit, dass der Grobstricker recht grobe Strickarbeiten anfertigt. Grob deshalb, weil der Grobstricker nur dicke Garne verarbeiten kann. In diesem Zusammenhang gibt es eine Art Faustregel: Wenn bei einem Garn weniger als 20 Maschen benötigt werden, um 10cm zu stricken, eignet sich das Garn für den Grobstricker. Wenn Du ein Garn verarbeiten möchtest, das dünner ist und bei dem Du mehr als 20 Maschen pro 10cm stricken musst, solltest Du es doppelt nehmen.
Mittel- und Feinstricker sind Strickmaschinen, die für dünnere Garne ausgelegt sind. So hat ein Mittelstricker mehr Nadeln als der Grobstricker und die Nadelabstände betragen 7mm. Bei einem Feinstricker sind die Nadeln mit etwa 5mm Abstand zueinander angeordnet. Daneben gibt es noch Superfeinstricker, die sehr feine Garne verarbeiten können. Je mehr Nadeln eine Strickmaschine hat, desto schwieriger ist aber auch der Umgang mit Dir. Dies gilt zum einen für das Anschlagen und Abketten der Maschen, zum anderen aber auch wenn es darum geht, Muster einzustellen und das Strickwerk zu kontrollieren. Fein- und Superfeinstricker sind deshalb eher etwas für Profis und für Stricker, die im Umgang mit der Strickmaschine geübt sind.

 

Welches Garn eignet sich für die Strickmaschine?

Ein typischer Anfängerfehler besteht darin, ein ungeeignetes Garn auszuwählen. Die Folge davon ist nicht nur, dass das Strickstück nicht gelingt. Stattdessen können sich auch die Nadeln verbiegen und der Strickschlitten Schaden nehmen. Damit Dir das nicht passiert, haben wir hier ein paar Tipps für Dich:

  • Bei einigen Wollen, die zum Maschinenstricken geeignet sind, findest Du ein entsprechendes Symbol auf der Banderole. Dieses Symbol zeigt eine Strickmaschine oder einen Strickschlitten. Ansonsten kannst Du beim Händler nachfragen, ob Du das Garn auf Deiner Strickmaschine verarbeiten kannst.
  • Für Deine ersten Versuche solltest Du ein Garn verwenden, das von Hand mit einer Nadelstärke zwischen 2 und 3 gestrickt werden würde. Wichtig ist aber, dass das Garn richtig vorbereitet wird. Doch dazu gleich mehr.
  • Strickwolle, die beim Stricken von Hand mit Stricknadeln in der Größe 4 oder größer gestrickt wird, solltest Du auf dem Feinstricker besser nicht verarbeiten. Dein Strickstück wird in vielen Fällen nämlich hart und nicht elastisch genug sein. Wenn Du keinen Grobstricker hast und trotzdem dickes Garn verstricken möchtest, kannst Du Dir behelfen, indem Du mit ausgelassenen Nadeln arbeitest. Du strickst also nicht mit allen Nadeln, sondern nur mit jeder zweiten oder dritten Nadel und lässt die Nadeln dazwischen einfach aus. Insgesamt erfordert es aber etwas Übung, solche Muster zu realisieren.
  • Baumwollgarne sind glatte, leichte Garne und hervorragend für die Strickmaschine geeignet. Ähnliches gilt für Garne aus Leinen, Seide und Viskose. Beachte aber, dass Strickarbeiten aus solchen Garnen recht schwer werden und sich in die Länge ziehen können. Bei Viskosegarnen musst Du außerdem aufpassen, dass sich keine Schlaufen bilden.
  • Anders als beim Handstricken, wo Chenillegarne zu den anspruchsvolleren Strickwollen gehören, eignen sich die weichen, plüschigen Garne gut für die Strickmaschine. Vor allem mit Webstrickmustern lassen sich tolle Effekte erzielen.
  • Angora- und Mohairwolle neigen dazu, am Maschengitter hängenzubleiben. Dem kannst Du entgegenwirken, indem Du erst eine Reihe strickst und den Arbeitsfaden für die weiteren Reihen in die zweite Fadenführung einfädelst. Außerdem kannst Du Deine Wolle vorher kurz in den Tiefkühlschrank legen. Die feinen Härchen legen sich dadurch an. Wenn Deine Strickarbeit fertig ist, kannst Du sie aufschütteln oder vorsichtig fönen. So stellt sich der Flausch wieder auf. Wenn Du mit feiner Angora- oder Mohairwolle arbeitest, solltest Du aber immer mehrere kleine Gewichte einhängen, damit das Strickbild gleichmäßiger wird.
  • Noppengarne eignen sich nur dann für die Strickmaschine, wenn das Garn selbst dünn und die Verdickungen eher klein sind. Gleiches gilt auch für Bouclé.
  • Dochtwolle ist eine dicke und nur sehr locker gedrehte Wolle. Sie sieht zwar toll aus und ist beim Handstricken sehr beliebt, weil das Stricken mit Dochtwolle schnell geht. Für die Strickmaschine ist Dochtwolle aber nicht geeignet.

Aber egal welches Garn Du verwendest, gilt: Dein Garn muss richtig aufgespult sein. Außerdem solltest Du Dein Garn mit Paraffin behandeln. Das Paraffin sorgt dafür, dass das Garn schön geschmeidig wird und sich folglich besser verarbeiten lässt. Wenn Du kein Paraffin hast oder verwenden willst, kannst Du Dein Garn beim Aufspulen auch über eine handelsübliche Kerze laufen lassen. Für das Aufwickeln gibt es den Wollwickler als Hilfsmittel. Garn, das Du von Hand zu einem Knäuel aufgewickelt hast, ist für die Strickmaschine in aller Regel nicht geeignet. Dies liegt daran, dass sich das Garn nicht gleichmäßig abspulen wird. Um auszuprobieren, ob Dein Garn so aufgewickelt ist, dass Du es fürs Maschinenstricken verwendet kannst, gibt es folgenden Test: Stelle Dein Wollknäuel auf und ziehe den Arbeitsfaden aus der Mitte heraus. Wenn sich der Arbeitsfaden leicht löst, ohne das Wollknäuel gleichzeitig anzuheben, kannst Du das Wollknäuel verwenden. Ganz auf der sicheren Seite bist Du aber, wenn Du auf Industriekronen zurückgreifst. Hier ist die Wolle garantiert optimal aufgespult und auch schon mit Paraffin vorbehandelt.

 

Muss es unbedingt eine neue Strickmaschine sein? Und welche Hersteller gibt es?

StrickmaschineEine Strickmaschine ist alles andere als ein Schnäppchen. Während Du Stricknadeln schon für ganz kleines Geld bekommst, musst Du bei einer Strickmaschine tief in die Tasche greifen. Auf der anderen Seite gibt es genug Leute, die sich eine Strickmaschine gekauft haben, aber überhaupt nicht damit zurechtkommen. Oder die eine Strickmaschine geschenkt bekommen oder geerbt haben, allerdings nicht viel damit anfangen können. Bevor solche Strickmaschinen dann im Keller oder auf dem Dachboden eingelagert werden, werden sie häufig in Kleinanzeigen oder bei Internetauktionen versteigert. Für Dich kann das eine gute Gelegenheit sein, günstig an eine Strickmaschine zu kommen. Wie gut Dir das Maschinenstricken gefällt und ob Dir genau diese Strickmaschine liegt, kannst Du nur dadurch herausfinden, dass Du das Gerät ausprobierst. Und bevor Du auf gut Glück viel Geld für ein Hobby ausgibst, das dann doch nichts für Dich ist, bist Du mit einem günstigen Gebrauchtgerät oft besser beraten. Manchmal wird Dir aber auch gar nichts anderes übrig bleiben, als eine gebrauchte Strickmaschine zu kaufen. Zu den Top-Herstellern von Strickmaschinen gehören unter anderem

  • Brother,
  • Pfaff,
  • Singer,
  • Silver Reed,
  • Knittax,
  • Creative,
  • Passap,
  • Empisal und
  • Toyota.

Einige Hersteller bauen heute allerdings überhaupt keine Strickmaschinen mehr oder haben die Produktion von bestimmten Modellen eingestellt. Wenn Du nun aber ausgerechnet so eine Strickmaschine willst, kannst Du sie nur noch als Gebrauchtgerät bekommen. Aus diesem Grund bieten auch Händler mitunter gebrauchte Geräte und Zubehörteile an. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn sich die Händler auf gewisse Hersteller spezialisiert haben.

 

Worauf muss ich bei einer gebrauchten Strickmaschine achten?

Eine gebrauchte Strickmaschine ist oft die bessere Lösung, wenn Du Anfänger in Sachen Maschinenstricken bist. Dies liegt einfach daran, dass ein Gebrauchtgerät deutlich kostengünstiger ist als eine neue Strickmaschine, auch wenn es dann immer noch genug Geld kostet. Damit Du Deine Strickmaschine aber auch wie gewünscht nutzen kannst und sich das Ganze nicht als teure Fehlinvestition herausstellt, solltest Du folgende Punkte berücksichtigen:

  • Im Idealfall kann Dir der Verkäufer die Strickmaschine vorführen oder Dich zumindest kurz einweisen. Vielleicht hast Du aber auch jemanden in Deinem Freundes- oder Bekanntenkreis, der sich mit Strickmaschinen auskennt. Der Anfang wird viel leichter, wenn Dir jemand das Gerät erklären kann, der Ahnung davon hat. Ansonsten solltest Du vor dem Kauf auf jeden Fall sicherstellen, dass die Maschine funktioniert.
  • Prüfe die Nadelführungen. Sie sollten keine Kerben aufweisen und es sollte sich kein Rost in den Führungen befinden.
  • Schaue Dir die Nadeln selbst genau an. Wenn Du sie gleichmäßig ausrichtest, sollten sie gerade in den Führungsschienen stehen. Auch wenn Du die Nadeln dann nach oben schiebst, sollten sie gerade in einer Reihe bleiben, ohne dass sich die Köpfe verdrehen. Zum Schluss solltest Du noch prüfen, ob sich die Zungen zuverlässig schließen. Dies kannst Du mit einem normalen Blatt Papier testen.
  • Ein prüfender Blick sollte auch dem Strickschlitten gelten. So sollte er sich zum einen leicht über das Nadelbett hin- und herschieben lassen. Zum anderen ist die Unterseite wichtig. Ist hier eine Beschädigung zu sehen, ist der Strickschlitten vielleicht schon einmal heruntergefallen. Den Strickschlitten reparieren zu lassen oder neu zu kaufen, ist aber mitunter teurer als das ganze Gerät.
  • Achte darauf, mit welchem Zubehör Deine Strickmaschine angeboten wird. Grundsätzlich sollte alles dabei sein, was Du brauchst, um mit dem Maschinenstricken loslegen zu können. Wenn Du Gewichte, Kämme und alle anderen Kleinteile separat dazukaufen musst, kann schnell ein ordentlicher Betrag zusammenkommen. Ganz wichtig ist übrigens auch die Bedienungsanleitung. Zum einen wirst Du es ohne Bedienungsanleitung sehr schwer haben, den Umgang mit Deiner Strickmaschine zu lernen. Zum anderen findest Du in der Bedienungsanleitung wichtige Infos, falls einmal etwas kaputtgehen sollte und Du Ersatzteile brauchst.

Wenn Deine Strickmaschine defekt ist und Du alleine nicht weiterkommst, solltest Du Dich an einen Händler wenden, der Strickmaschinen und Zubehör verkauft. Die meisten Händler bieten auch einen Reparaturservice an oder können Dir wenigstens jemanden empfehlen. Rat, Hilfe und Zubehör wie beispielsweise Öl bekommst Du oft aber auch in Deinem örtlichen Wollfachgeschäft.