Spitze stricken

Zum Abschluss jedes Sockens muss man eine Spitze stricken. Mit dieser Technik ist viel Verwirrung verbunden, denn zum einen gibt es verschiedene Varianten eine Spitze zu stricken, zum anderen sind die meisten dieser Spitzen sehr kompliziert beschreiben.

1.) Am kompliziertesten ist die Spitze, bei der man eine besondere Spitze für die linke und den rechte Socke strickt, also entsprechend den großen Zeh eines Fußes mit einbezieht. Hier muss man genau darauf achten, für welchen Fuß man eine Spitze erstellt. Dann gibt es noch eine Spitze, die „Hanna“ genannt wird. Diese wird über eine Anleitung von 13 Runden gearbeitet, die solange wiederholt wird, bis man das Ende der Spitze erreicht.

2.) Generell muss man bei einer Spitze darauf achten, dass man gleichmäßig auf allen vier Nadeln des Nadelspiels abnimmt, sodass man am Ende immer nur 1 Masche pro Nadel übrig hat. Dies erreicht man durch viele Techniken: Mal wird eine Masche übergezogen, mal links bzw. rechts zusammengestrickt, je nachdem, welche Spitze man strickt.

3.) Um keine Löcher zu produzieren, muss man die Maschen korrekt zusammenstricken bzw. überziehen und darf den Überblick nicht verlieren. Vor allem muss man die Anzahl der Abnahme an die Anzahl der Maschen anpassen. Hat man mehr Maschen aufgenommen, muss man selbstverständlich auch die Spitze früher beginnen, da sonst der Fuß zu lang wird.

4.) Die einfachste Variante ist die sogenannte „einfache Spitze“, die man wirklich im Handumdrehen erlernen kann. Hier wird auf jeder Nadel die zweit- und die drittletzte Masche zusammengestrickt. Nach der ersten Abnahmerunde strickt man drei Runden ohne Abnahmen und beginnt dann wieder damit wie vor abzunehmen.

5.) Dann folgen zwei Runden ohne Abnahme, darauf wieder eine Runde mit Abnahme, eine Runde ohne Abnahme und ab dann wird in jeder Runde solange abgenommen, bis man auf jeder Nadel nur noch zwei Maschen hat. Diese werden dann von einem Faden durchgezogen und dieser Faden wird zusammengezogen und die Spitze ist erstellt.

Hinweis: Eine weitere sehr einfache Variante ist die Sternchenspitze. Hier wird anfangs jede 6. Masche zusammengestrickt, bei weniger als 60 Maschen jede 5. Je nachdem, nach dem werden dann entweder 6 oder 5 Reihen ohne Abnahme gestrickt. Dies wird nun weitergeführt, wobei die Abstände zwischen den Abnahmen und die Anzahl der Runden ohne Abnahme jeweils um eins verringert werden. Dies führt man so lange durch, bis man insgesamt noch 8 Maschen, also 2 pro Nadel hat. Durch diese wird dann wieder der Strickfaden geführt, fest zugezogen und vernäht. Diese beiden Spitzentechniken kann man auf jede Socke anwenden, gleichgültig, was in der Strickanleitung steht. Mit diesen beiden recht einfachen Techniken hat man mit dem Spitzenstricken weniger Probleme und das Sockenstricken macht gleich noch mehr Spaß.