Lochmuster stricken

Lochmuster stricken ist vor allem bei der Erstellung von leichter Sommerkleidung ein beliebtes Strickmuster. Hier kann man auch zwischen verschiedenen Anordnungen wählen. Generell besteht ein Lochmuster aus einem Umschlag, der dann in der Rückrunde links gestrickt wird. Doch da man die Löcher in jeder Hinrunde anders anordnen kann, entsteht daraus oft ein sehr schönes, filigranes Muster, das aus jedem leichten Sommertop einen besonderen Hingucker macht.

Im Gegensatz zu Strickmustern wie dem Zopf benötigt man zur Erstellung eines Lochmusters keine besonderen Hilfsmittel. Ein Lochmuster kann man beispielsweise dafür benutzen, um eine kleine Borte in einen einfachen Pullover einzuweben. Hier sollte man eine einzelne Reihe mit Lochmuster versehen. Für ein solch einfaches Lochmuster geht man wie folgt vor:

1.) Zwischen den Randmaschen wird im Wechsel ein Umschlag, zwei Maschen rechts zusammenstricken durchgeführt. Auf der Rückreihe werden die Maschen so gestrickt, wie sie erscheinen, wobei der Umschlag rechts gestrickt wird. Auf diese Weise hat man ein kleines Lochmuster erstellt, durch dann man eine schmale Bordüre fädeln kann.

2.) Beim Lochmuster muss man darauf achten, dass die Größe der Maschen und die Dicke des Garns ausschlaggebend sind, für die Größe des Lochmusters. Das heißt: je feiner ein Garn ist, desto kleiner werden die Löcher. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn man einen Pullover erstellt, der aus einer sogenannten Hexentreppe oder einem Ajourmuster besteht.

3.) Unter einer Hexentreppe versteht man, dass die Löcher über mehrere Reihen nach links bzw. nach rechts verschoben werden, bis sie irgendwann aufeinandertreffen.

4.) Das Ajourmuster ist sozusagen die „Königsklasse“ des Lochmusters. Wer ein Lochmuster stricken will, in dem ein plastisches Bild erzeugt wird, sollte sich mit dem Ajourmuster befassen. Hier ist jedoch eine große Zählarbeit notwendig, denn das Ajourmuster bildet Blätter und Muscheln anhand der unterschiedlichen Anordnung von Umschlägen ab.

Hinweis: Selbstverständlich kann man durch mehrere Umschläge und deren einzelnes Abstricken in der Rückrunde auch unterschiedliche Lochmuster erstellen. Auf diese Weise ist es möglich, außergewöhnliche Blenden in einem sonst einfach gestrickten Pullover zu erstellen. Auch Varianten, bei denen einzelne Umschläge nicht gestrickt, sondern von der Nadel gleiten gelassen werden, kann man bei den Lochmustern immer wieder antreffen. Vor allem die vielen Variationen, die man finden kann, wenn man ein Lochmuster stricken will, machen dieses Strickmuster zu einem der Beliebtesten, wenn auch gelegentlich etwas aufwändigem, Strickmuster.