Socken stricken

Selbst gestrickte Socken haben einen großen Vorteil: Im Allgemeinen halten Sie länger, als dies bei gekauften Socken üblich ist. Vor allem dicke Socken halten die Füße im Winter besser warm, als jede dicke Strumpfhose dies kann. Wer sich mit dem Stricken von Socken befassen will, sollte schon ein wenig Erfahrung haben, denn es gibt wesentliche Unterschiede zwischen dem Stricken von Pullovern und dem Stricken von Socken. Ein wesentlicher Unterschied sind selbstverständlich die Nadeln.

Socken mit rechter und linker Masche in Runden stricken

 

Sockenferse stricken, abketten und beenden

 

1.) Socken werden nicht mit 2 Nadeln oder einer Rundstricknadel gestrickt, sondern mit einem sogenannten Nadelspiel, das aus 5 Nadeln besteht. Auf 4 Nadeln liegen jeweils die gleiche Anzahl Maschen, die 5. Nadel wird zum Stricken verwendet.

2.) Die 4 Nadeln sind von Anfang an wichtig. Hier werden die Maschen aufgenommen. Wenn man zum Beispiel eine Socke mit 40 Maschen stricken will, muss man diese 40 Maschen auf 4 Nadeln verteilen, also 10 Maschen pro Nadel. In den meisten Strickanleitungen wird dies detailliert beschrieben.

3.) Darüber hinaus wird eine Socke nicht in Reihen sondern in Runden gestrickt. D. h., wenn man eine Socke glatt rechts strickt, wird es keine Runde geben, in der die Maschen links gestrickt werden, man strickt generell rechte Maschen im Uhrzeigersinn.

4.) Generell werden die Beine im Bündchenmuster gestrickt, der Fuß selbst glatt rechts. Schwierigkeiten bestehen jedoch, wenn es um die Fersen, das Käppchen und die Sockenspitze geht. Für die Ferse wird nur eine Nadel gestrickt, auf der sich die Hälfte der Maschen des Bündchens befindet.

5.) Wenn man das Bündchen also mit 40 Maschen beginnt, so muss man für die Ferse 20 Maschen verwenden. Die Ferse erhält so viele Reihen (hier wird also als einziger Arbeitsschritt in Reihen gearbeitet), wie das Käppchen benötigt.

6.) Beim Käppchen wird die Maschenzahl durch 3 geteilt, wenn Maschen übrig bleiben, werden sie zum mittleren Teil des Käppchens dazu genommen. Um wieder auf die ursprüngliche Anzahl an Maschen zu kommen, muss man eine sogenannte Zwickelabnahme durchführen, hier kann man am besten die überzogene Abnahme verwenden, allein wegen der Optik.

7.) Wichtig ist, dass die Maschenzahl am Ende wieder identisch ist mit der Ausgangsmaschenzahl am Bein des Sockens. Am Ende werden die 4 Nadeln wieder in Runden gestrickt. Dadurch formt sich die Ferse des Sockens automatisch.

8.) Bei der Fußspitze ist es wichtig, dass man alle Maschen gleichmäßig auf allen 4 Nadeln abnimmt.

9.) Zum Schluss werden die verbliebenen Maschen auf eine Nadel zieht, um die Arbeit durch ein letztes Zusammenstricken zu beenden, sodass am Ende nur noch eine einzige Masche übrig bleibt.

Wenn man die Arbeitsschritte erst einmal verstanden hat, wird man merken, dass es gar nicht so schwierig ist, Socken zu stricken.