Raglanschräge stricken

Die Raglanschräge ist eine Form der Ärmelschräge, die bei Pullovern besonders gut aussieht und dem Strickstück eine ganz besondere Note verleiht. Die Vorarbeit der Raglanschräge beginnt schon beim Vorder- oder Rückenteil. Besonders interessant ist hier, die Art und Weise, wie die typische Optik der Raglanschräge gestrickt wird.

Raglanschräge stricken

Teil: 1

Teil: 2

Teil: 3

Teil: 4

 

1.) Bei den Vorder- und Rückenteilen müssen an beiden Seiten so viele Maschen abgenommen werden, dass man schon fast nicht mehr von einer Schulter sprechen kann. Die Schultern werden dann später praktisch durch die Raglanärmel gebildet.

2.) Die Schräge hat eine ganz besondere Optik, die charakteristisch für die Raglanschräge ist. Aus diesem Grund muss man eine ganz besondere Technik anwenden, um diese Schräge perfekt zu stricken und den Raglaneffekt zu erhalten.

3.) Bei der Abnahme von Maschen gibt es zwei Varianten und beide werden für die Erstellung einer Raglanschräge benötigt. Daher ist es wichtig, dass man sich sowohl mit dem Zusammenstricken von Maschen als auch mit der überzogenen Abnahme sehr gut auskennt.

4.) Wichtig ist, dass man immer 2 Maschen zwischen den Abnahmen normal strickt. Im Prinzip erfolgt eine Raglanschräge wie folgt. Es werden zwei Maschen als überzogene Abnahme gestrickt, dann folgen zwei Maschen, die normal rechts oder links gestrickt werden, danach werden zwei Maschen zusammengestrickt. Auf der Rückrunde werden die Maschen so gestrickt, wie sie erscheinen.

Achtung: Es ist besonders wichtig, dass man die beiden Varianten für das Maschenabnehmen nicht vertauscht, sondern immer eine Technik auf der einen Seite und die andere auf der anderen Seite verwendet. Auch sollte man darauf achten, dass das Abnehmen durch Überziehen immer am Rand geschieht. Hierdurch erhält man das typische Raglanmuster. Die Technik, zwei Maschen zwischen den Abnahmen normal zu stricken, verhindert, dass ein Loch entsteht, weil plötzlich zwei Maschen nebeneinander fehlen. Raglanschrägen werden nicht nur bei Landhauspullovern oder Herrenpullovern verwendet, sondern auch bei Musterpullis für Frauen und Kinder. Der Vorteil ist, dass das Strickstück schöner aussieht und die Arme in den Ärmeln ausreichend Platz haben und auch für die Achsel genügend Platz vorhanden ist.