Puppen stricken

Die bekannteste Strickpuppe ist sicherlich die Waldorfpuppe. Diese Puppen werden ohne Gesichtszüge erstellt, bestehen aus dünner Wolle und werden mit Watte ausgestopft. Eine Anleitung für eine Waldorfpuppe kann daher eine schöne Anregung sein, aus der man eine individuelle Puppe erstellen kann. Selbstverständlich gehört ein Gesicht dazu, dass man ganz einfach mit dünnem Garn aufsticken kann. Beim Puppenstricken verwendet man, wie beim Erstellen von Stricktieren, am Besten ein Nadelspiel.

Beim Material sollte man darauf achten, dass man möglichst natürliche Farben verwendet; für Puppen eignen sich besonders gut dünne Garne in einem hellen Beige oder in Natur. Für eine Puppe, die ca. 30 cm goß sein soll, wird man mit ca. 200 – 250 g Wolle zu rechnen haben.

1.) Man beginnt mit dem Stricken einer Puppe am besten mit dem Körper. Dieser wird in glatt rechts auf einem Nadelspiel gestrickt und als Schlauch erstellt.

2.) Dann folgen die Arme, die ebenfalls als kleine Schläuche gestickt werden und die man dann an einem Ende mit einer halbrunden Naht zusammennäht und von links auf rechts dreht.

3.) Die Beine sollte man mit einem kleinen Fuß versehen, also empfiehlt es sich, dass man eine kleine Socke strickt, der mit einem langen dünnen Bein und einem kleinen Fuß versehen wird. Hier kann man den Abschluss durch eine entsprechende Abnahme zum Schluss rund gestalten.

4.) Beim Kopf muss man sich entscheiden, welche Kopfform die Puppe haben soll. Im Bastelgeschäft gibt es Styroporkugeln in unterschiedlicher Göße, die man sehr gut als Maßgabe für einen Puppenkopf verwenden kann. Wenn man sich für eine Kugel aus Styropor entscheidet, braucht man nur noch um die Kugel herumzustricken und erhält automatisch eine entsprechende runde Gesichtsform. Dabei muss man jedoch darauf achten, dass man die Rundung nicht durch Ziehen am Material erreicht, sondern durch entsprechende Zu- und Abnahmen während des Strickens. Auch den Kopf erstellt man am besten mit einem Nadelspiel, da man hier die Styroporkugel am einfachsten in die Arbeit integieren kann.

Achtung: Zum Schluss müssen alle Teile mit Füllwatte ausgestopft und vernäht werden. Dabei sollte man darauf achten, dass man die richtige Seite, also die Seite mit den rechten Maschen, außen hat. Zum Ende beginnt man dann, das Gesicht der Puppe zu gestalten. Hier sollte man sich auf Augen, Nase und Mund beschränken und diese in der entsprechenden Farbe erstellen. Der Mund zum Beispiel sollte nicht nur ein Strich sein, vielmehr sollte man versuchen, hier mit Plattstichen kleine Lippen darzustellen. Für die Haare kann man Wollfäden in gelb, braun oder schwarz verwenden, die man auf die gewünschte Länge zurechtschneidet und in den gestrickten Kopf einknüpft.