Pulswärmer stricken

Ein Pulswärmer ist ein dekoratives und praktisches Accessoires zugleich. Immerhin hält er Dein Handgelenk schön warm und macht nebenbei auch optisch was her. Wie Du Dir ganz einfach einen chicen Pulswärmer stricken kannst, zeigen wir Dir hier.

Was ist ein Pulswärmer?

Einen Pulswärmer trägst Du um Dein Handgelenk. Er bedeckt die Stelle, an der Du Deinen Puls fühlen kannst. Daher kommt auch der Name. Wenn diese Stelle des Arms warm ist, frierst Du auch an den Händen nicht so schnell. Den Pulswärmer gibt es aber in unterschiedlichen Varianten. So kann ein Pulswärmer eher schmal sein und wie eine Art Armband getragen werden. Daneben kann er die Form eines längeren Schlauches haben und dient dann als Stulpe für die Arme. Außerdem kann ein Pulswärmer mit einem Daumenloch ausgestattet sein. In diesem Fall wird er wie ein Handschuh ohne Finger getragen. Eine Anleitung, wie Du eine solche Armstulpe stricken kannst, siehst Du hier:

Wir möchten Dir aber noch eine andere Variante zeigen. In unserer Anleitung fertigen wir nämlich einen Pulswärmer an, der oben spitz zu läuft. Eine Schlaufe für den Mittelfinger sorgt dafür, dass der Pulswärmer nicht herunterrutscht.

 

Pulswärmer stricken – die benötigten Materialien

  • Wolle Deiner Wahl, je nach Wolle und Wunschgröße 1 bis 2 50g-Knäuel
  • Stricknadeln, Stärke passend zur Wolle
  • Wollnadel oder andere Nadel ohne Spitze

 

Eine Anleitung Schritt für Schritt

Wir stricken unsere Pulswärmer in zwei Mustern. Den unteren Teil arbeiten wir in einem Bündchenmuster. Dabei werden die Maschen immer abwechselnd als eine Masche rechts und eine Masche links abgestrickt. Den oberen Teil stricken wir glatt rechts. Glatt rechts bedeutet, dass die Hinreihen (das sind die Reihen auf der Vorderseite) mit rechten Maschen und die Rückreihen mit linken Maschen gestrickt werden.

 

1. Schritt: die Maschenprobe anfertigen

Als erstes fertigst Du eine Maschenprobe an. Dafür schlägst Du Maschen mit der Wolle, die Du für die Pulswärmer verwenden willst, an. Diese Maschen strickst Du im Bündchenmuster ein paar Reihen hoch. Anschließend kannst Du ausmessen, wie groß Deine Maschenprobe geworden ist. Diese Maße brauchst Du, damit Du nun ausrechnen kannst, wie viele Maschen Du für Deine Pulswärmer anschlagen musst.

Dazu ein Beispiel: Du hast 20 Maschen angeschlagen. Wenn Du diese 20 Maschen strickst, kommst Du auf eine Breite von 8cm. Dein Handgelenk hat einen Umfang von 18cm. Also rechnest Du:

8cm = 20 Maschen
1cm = 2,5 Maschen (20 : 8)
18cm = 45 Maschen (2,5 x 18)
Damit das Bündchenmuster aufgeht, brauchst Du aber eine gerade Maschenzahl. Deshalb würdest Du in diesem Fall nur 44 Maschen anschlagen.

 

2. Schritt: den unteren Teil stricken

Wenn Du Deine benötigte Maschenzahl ausgerechnet hast, schlägst Du die Maschen an. Denke aber daran, dass die Maschenzahl gerade sein muss. Dann strickst Du in Reihen hin und her. Dabei strickst Du in allen Reihen immer abwechselnd eine Masche rechts und eine Masche links. Dies machst Du solange, bis Dein Pulswärmer die von Dir gewünschte Länge erreicht hat. Der untere Teil des Pulswärmers endet in dieser Anleitung in der Höhe, in der sich Dein Daumenansatz befindet.

Pulswärmer den unteren Teil stricken

Wenn Du den Pulswärmer als schlichten Pulswärmer und damit als eine Art Armband stricken willst, kannst Du die Maschen jetzt abketten. Dann musst Du Deine Strickarbeit nur noch zusammennähen und damit wäre Dein Pulswärmer fertig.

Übrigens: Damit das Bündchenmuster aufgeht, brauchst Du eine gerade Maschenzahl. Wenn Du eine ungerade Maschenzahl anschlägst und die Maschen abwechselnd als rechte und linke Maschen strickst, entsteht das kleine Perlmuster. Dieses sieht auch schön aus, ist aber nicht so elastisch wie das Bündchenmuster.

 

3. Schritt: den oberen Teil stricken

Der obere Teil des Pulswärmers bedeckt Deinen Handrücken. Dabei läuft er spitz zu und endet mit einer Schlaufe für Deinen Mittelfinger. Aber der Reihe nach:

  • Den oberen Teil des Pulswärmers stricken wir glatt rechts. Ab jetzt strickst Du die Hinreihen also mit rechten Maschen und die Rückreihen mit linken Maschen.
  • Als erstes strickst Du eine Hin- und eine Rückreihe.
  • In der nächsten Hinreihe strickst Du die beiden ersten Maschen auf Deiner Nadel rechts zusammen. Dafür stichst Du mit Deiner Stricknadel in beide Schlingen ein und strickst sie zusammen als eine rechte Masche ab. Die übrigen Maschen strickst Du normal rechts. Am Ende der Reihe strickst Du die beiden letzten Maschen auf Deiner Nadel noch einmal rechts zusammen.
  • In der Rückreihe strickst Du die beiden ersten Maschen auf Deiner Nadel wieder rechts zusammen. Die folgenden Maschen strickst Du links. Die beiden letzten Maschen strickst Du erneut rechts zusammen.
  • So arbeitest Du nun weiter. Du strickst also in jeder Reihe die beiden ersten und die beiden letzten Maschen auf Deiner Nadel rechts zusammen. Die Maschen dazwischen strickst Du rechts oder links, je nachdem ob Du eine Hin- oder eine Rückreihe arbeitest. Dies machst Du solange, bis nur noch 1 Masche übrig ist.
  • Die letzte Masche strickst Du jetzt ungefähr 25 Mal als rechte Masche. Dadurch entsteht ein dünnes Bändchen. Diese Bändchen ergibt die Schlaufe für Deinen Mittelfinger. Die richtige Länge für das Bändchen probierst Du am besten aus, indem Du es als Schlaufe um Deinen Mittelfinger legst.

 

4. Schritt: die Pulswärmer fertig stellen

Die letzte Schlinge Deines Bändchens lässt Du von der Nadel gleiten und ziehst sie lang. Dann schneidest Du den Arbeitsfaden ab, fädeltest ihn durch die Schlinge und ziehst ihn fest. Anschließend fädeltest Du den Arbeitsfaden auf eine Wollnadel auf, legst das Bändchen zu einer Schlaufe und nähst es an der Spitze Deiner Strickarbeit fest. Den überschüssigen Faden kannst Du nun abschneiden.

Mit einem neuen Faden nähst Du dann noch den unteren Teil des Pulswärmers zusammen. Damit ist Dein Pulswärmer fertig.

Pulswärmer fertig stellen

Den zweiten Pulswärmer strickst Du genauso. Wenn Du Dir das Zusammennähen sparen möchtest, kannst Du den Pulswärmer natürlich auch in Runden stricken. In diesem Fall schlägst Du die Maschen auf einem Nadelspiel an, verteilst die Maschen gleichmäßig auf vier Stricknadeln und strickst die Nadeln rundherum ab. Wenn Du eine kurze Rundstricknadel hast, kannst Du natürlich auch die Rundstricknadel nehmen. Ist der untere Teil fertig, strickst Du den oberen Teil dann in Reihen weiter.