Maschenprobe stricken

Die Maschenprobe ist das, was viele Strickerinnen gern lassen würden, weil sie denken, dass es verlorene Zeit ist und dass ihnen am Ende vielleicht ein bisschen Wolle fehlt. Doch eine Maschenprobe ist zum einen sehr wichtig und man kann zum anderen die gestrickten Maschenproben später noch sehr gut verwenden. Eine Maschenprobe soll zeigen, ob die Größe und Breite der Wolle mit den Erfordernissen der Strickanleitung übereinstimmt. Unstimmigkeiten können sich immer ergeben, vor allem, wenn man nicht die erforderliche Wolle benutzt oder einfach, weil die Maschengröße kleiner oder größer ist. Wenn man ein Knäuel Wolle kauft, findet man auf der Banderole immer eine Angabe für die Maschenprobe.

 

1.) Die Maschenproben beziehen sich immer auf eine Breite von 10 cm und eine Höhe von 10 cm.

 

2.) Je nachdem, welche Wolle man verwendet, kann die Anzahl der Maschen und der erforderlichen Reihen variieren, doch am Ende erhält man immer ein Quadrat mit der Kantenlänge von 10 cm.

 

3.) Die Maschenprobe wird gestrickt, bevor man das eigentliche Strickstück beginnt. Dazu werden die entsprechenden Maschenangaben der Banderole verwendet, so diese von der vorgegebenen Wolle abweicht. Ansonsten muss man sich an die Angaben der Strickanleitung richten.

 

4.) Die Maschenprobe wird nun in glatt rechts gestrickt, also in abwechselnden Reihen von rechten und linken Maschen. Dabei muss man sich an die angegebene Reihenanzahl halten. Dann wird ganz normal die Probe abgekettet.

Achtung: Nun sollte man nachmessen, ob die Kantenlänge auch wirklich 10 cm beträgt. Ist die Kantenlänge kürzer oder länger, muss man entweder die Maschen exakter stricken oder gegebenenfalls entsprechend viele Maschen mehr oder weniger aufnehmen. Die Maschenproben, die sich im Laufe des Strickens ansammeln, sollte man auf gar keinen Fall wegwerfen! Aus einer gewissen Anzahl von Maschenproben lassen sich interessante Tagesdecken oder Kissenbezüge fertigen, die durchaus den Charakter einer Patchwork-Arbeit haben können. Je mehr Farben dabei zusammenkommen, umso interessanter sieht die Arbeit am Ende aus.