Abketten

Abketten

 

 

 

Das Abketten beendet eine Strickarbeit. Das heißt, wenn man beispielsweise einen Pullover strickt, werden die Schultern mit dem Abketten beendet und es entsteht gleichsam die Fläche für die Schulternaht. Beim Abketten gibt es nur eine Technik, die zu den einfachsten Techniken des Strickens gehört. Doch auch das Abketten sollte man sorgfältig durchführen, denn durch zu enge oder zu weite Maschen kann man eine Strickarbeit auf den letzten Metern noch verderben.

 

 

 

 

  • Im Prinzip werden beim Abketten immer rechte Maschen verwendet.

 

  • Zu Beginn des Abkettens werden die ersten beiden Maschen rechts gestrickt und die hintere Masche wird über die zweite Masche gezogen.

 

  • Dann wird die nächste Masche gestrickt und wieder wird die hinten liegende Masche über die Vordere gezogen. Auf diese Weise bleibt auf der 2. Nadel immer nur eine Masche zurück, während die Maschenzahl im Ganzen abnimmt.

 

  • Zum Schluss hat man nur noch eine einzige Masche übrig. Ist man an diesem Punkt angekommen, so schneidet man den Wollfaden an beliebiger Stelle ab, man sollte jedoch bedenken, dass dieser Faden später noch vernäht werden muss, und sollte eine entsprechende Länge von mindestens 15 cm wählen.

 

  • Dieser Faden wird nun durch die verbliebene Masche geführt und festgezogen. Auf diese Weise erhält man einen festen und sauberen Abschluss.

 

Beim Durchführen des Abkettens können zwei Fehler gemacht werden.

 

Der erste Fehler, der vor allem am häufigsten vorkommt, ist, dass die Masche, die über die andere gezogen wird, größer gemacht wird, um das Überziehen der Masche zu erleichtern. Dabei entsteht jedoch ein unsauberer Abschluss, vor allem, wenn dann die Kettmaschen auch noch unterschiedlich groß sind. Beim Vernähen dieser Stellen, zum Beispiel bei der Schulternaht, kann dies zu unschönen Löchern führen.

 

Der zweite Fehler, der genauso große Auswirkungen hat, ist, wenn man versucht, das Abketten so fest wie möglich zu machen. Dann werden die Maschen zu klein, das Strickstück zieht sich zusammen. Dies ist vor allem dann verheerend, wenn man beim Zusammennähen merkt, dass die Teile nicht genau übereinander passen und zum Beispiel die eine Schulter breiter ist als die Gegenüberliegende.